Italian Accordion Industry Information

Written by:
Pressemitteilung - Ancona Promuove, Studio Bignami
Publication:
Ancona Promuove, Studio Bignami
Date written:
Februar 2002

Das Akkordeon - Italien ist weltweit führend unter den besten Akkordeonmachern

In der Akkordeonherstellung (aus dem griechischen fisa Balg und armonikos harmonisch) ist Italien unbestritten weltweit Leader.

Seit geraumer Zeit schon hält es diese Position ein dank der hohen Qualität der Instrumente, deren Produktion vor 139 Jahren, im Jahre 1863 in Castelfidardo (Provinz Ancona) begann.

Leicht festzustellen ist, dass die Geschichte des modernen Akkordeons von italienischen Instrumentenherstellern geschrieben und gemacht wurde. Anfänglich Paolo Soprani und Mariano Dallapè, danach Sante Crucianelli und Silvio Scandalli (um nur einige zu nennen) alle trugen sie zu einem Boom des traditionellen Akkordeons bei, das bereits Anfang des vergangenen Jahrhunderts in die ganze Welt exportiert wurde. Eintritt im Musikhimmel der klassischen Instrumente fand das Akkordeon, weil italienische Hersteller Modelle von höchstem künstlerischem und technischem Anspruch entwickelten.

Trotz einer rückläufig gewordenen Nachfrage aus der Musikszene in den letzten Jahren, ist die Nachfrage nach italienischen Produkten, vor allem Akkordeons für Profis, ungebrochen. Der Klang des italienischen Akkordeons ist nach wie vor das Beste, was auf dem Markt ist, und es gibt keinen Orchestermusiker oder Virtuosen, der nicht ein Akkordeon „Made in Italy" besitzt oder gerne besitzen würde.

Die traditionellen Herstellungsgebiete (Castelfidardo, Stradella, Recanati, Loreto) gibt es nach wie vor, jedoch hat der technologische Fortschritt Einzug gehalten in viele Betriebe, die sich - mittlerweile auch schon seit mehreren Jahren - der Produktion von vielseitig einsetzbaren elektronischen Akkordeons mit vollendetem Wohlklang widmen bis hin zur Erzeugung von Midi-Instrumenten.Instrumente, die in allen Ländern der Welt grosses Interesse hervorgerufen haben und der italienischen Tradition die Fortsetzung ihrer vortrefflichen Qualitat zusichern. Das Akkordeon steht immer noch auf dem zweiten Platz im Export von italienischen Musikinstrumenten.

Derzeit gibt es in der Provinz Ancona 30 Akkordeon-Hersteller, beschäftigt sind 600 Mitarbeiter.

Die jährliche Produktion beläuft sich auf etwas mehr als 12.000 Einheiten, das entspricht einem Wert von circa 7 Millionen Euro, 89% davon stammen aus den Auslandsverkäufen (EU, USA, Japan).



Castelfirdardo kommt nach Frankfurt - mit Marketing, einer Überraschung und Kultur im Gepäck

„Ancona Promuove", die Spezialabteilung der Handelskammer Ancona ( CCIAA) präsentiert sich auf der Frankfurter Musikmesse 2002 mit dem größten Akkordeon der Welt und lädt Frankfurt zu einem Konzert mit dem Jazzakkordeonisten Richard Galliano ein .

Beim Traditionstreffen auf der Frankfurter Musikmesse 2002 präsentiert sich das Akkordeon aus den Marken - oder besser gesagt „Made in Italy" - in großem Stil nicht nur mit Neuigkeiten aus der Akkordeonproduktion sondern vor allem mit einem Top-Event der Akkordeonszene, dessen Image sorgfältig gepflegt wurde.

Auf die Beine gestellt hat den Auftritt der Marken „Ancona Promuove" - die neu gegründete Spezialabteilung der Handelskammer Ancona, das mit der Internationalisierung der Betriebe beauftragt ist. Im Rahmen ihrer Aktivitäten wurde eine interessante Initiative zugunsten des Akkordeon ins Leben gerufen in enger Zusammenarbeit mit Castelfidardo, der traditionellen Heimat der italienischen Akkordeons.

Es geht um drei verschiedene ineinander übergreifende Aktivitäten bei dieser Initiative, die mit einem beträchtlichen organisatorischen Aufwand betrieben wird.

Ein Aspekt ist die Ausstellung mit der Organisation eines Messestandes im nagelneuen Pavillon der Musikmesse. Dort werden Besucher von den Mitgliedern der „Music Marche „ - einer Gruppe von bekannten Herstellern von Musikinstrumenten - über die neuesten Entwicklungen auf dem Akkordeonmarkt aus der Provinz Ancona informiert.

Zum zweiten wartet „Ancona Promuove" mit einer Riesenüberraschung auf. Besucher des Messestandes werden ihren eigenen Augen nicht trauen - ausgestellt ist hier und zwar zum ersten mal überhaupt - das größte Akkordeon der Welt. Es handelt sich um ein Instrument, das übrigens perfekt funktioniert, mit einer Höhe von 2,7 Meter, einer Breite von 1,6 Meter und einem Gewicht von 300 Kg, das von 2 Leuten gespielt werden muss - Einer bedient die Tasten und einer die Knöpfe. Gebaut wurde das Akkordeon, das ins Guiness-Buch der Weltrekorde aufgenommen werden soll, von Giancarlo Francenella di Castelfidardo, in einem Zeitraum von drei Jahren.

Das Highlight des Auftrittes der Marken auf der Musikmesse wird jedoch ein Event am 14 März sein. Im edlen Konzertsaal des Palmengartens (Frankfurts berühmter botanischer Garten) wird der legendäre Jazz-Akkordeonist aus Frankreich mit italienischer Abstammung Richard Galliano auftreten. Castelfidardo und „Ancona Promuove" lädt dazu alle Frankfurter herzlichst ein (eine Hommage an Frankfurt als traditionelle Jazz-Stadt) sowie alle Besucher der Frankfurter Musikmesse.

Richard Galliano - Schirmherr 2001 des italienischen Akkordeons - ist unbestritten einer der Hauptvertreter des europäischen Jazz, er spielt Bandoneon und Akkordeon (sein Instrument ist die „Victoria" aus Castelfidardo). Wie kaum jemand sonst gelingt es ihm, das der afroamerikanischen Musik Eigene einzufangen ohne dabei auf die Lyrik des Astor Piazzolla zu verzichten, der es ihm ermöglicht, neue Wege zu suchen, um antiken Traditionen zu folgen.

Um zwei Dinge geht es „Ancona Promuove" bei diesen Initiativen, die vom „fil rouge" des Akkordeons vorgeschrieben sind: zum einen wollen wir zeigen - das Akkordeon „made in Castelfidardo" ist ein einzigartiges Instrument bestechend durch seine hohe Qualität - was wir präsentieren ist ein... auf der Welt einmaliges Stück. Zum anderen möchten wir mit einem Top-Event wie einem Konzert mit dem Jazz-Akkordeonisten Richard Galliano erreichen, dass dem Akkordeon international mehr Beachtung geschenkt wird und den Blick richten auf die enorme Vielseitigkeit des Instruments. Mühelos wechselt es von der traditionellen Volksmusik zum modernen Film über den Jazz, laut Georgio Cataldi, dem Präsidenten von „Ancona Promuove" heute vielleicht der beliebteste musikalische Ausdruck des Akkordeons.



Pressemitteilung
Das Akkordeon ist da: Richard Galliano in concert

Eine Hauptfigur des europäischen Jazz in concert in Frankfurt, der europäischen Stadt des Jazz.

Richard Galliano, Schirmherr 2001 des italienischen Akkordeons.
„Ancona Promuove" und Castelfidardo zugunsten des Akkordeons


Richard Galliano wird am 12. Dezember 1950 in Cannes geboren. Von italienischer Abstammung - die Urgroßeltern aus Cuneo, die Großmutter mütterlicherseits aus der Toscana mit Wurzeln in Korsika wächst er im großelterlichen Haus an der französischen Riviera auf.

Mit vier Jahren bereits zeigt er Interesse für das Akkordeon des Vaters, eines Akkordeonlehrers. Mit acht Jahren erhält er Unterricht und folgt dem Vater auf Tourneen. Dem Vater wird klar, dass der Junge Talent hat und schenkt ihm zu seinem 12. Geburtstag ein Knopfakkordeon. Mit 13 Jahren erhält er sein erstes Engagement gemeinsam mit einem Schlagzeuger. Gleichzeitig nimmt er in Nizza Unterricht und taucht nun vollständig in die Akkordeonwelt ein (Felice Fugazza, Adamo Volpi, Luciano Fancelli) und einige Neuigkeiten aus den USA, insbesondere Van Damme. Durch ihn erkennt der junge Galliano, dass es eine besondere Art gibt, Akkordeon zu spielen. In den Sechziger Jahren folgt der junge Richard dem „vorgezeichneten Pfad" der Akkordeonisten mit seiner Teilnahme an den Weltmeisterschaften, die er für sich entscheidet. Im Jahre 1966 die Juniorenmeisterschaften in Valencia; im Jahre 1967 in Calais, im Jahre 1968 holt er sich den Preis des Präsidenten der Republik mit einem aufsehenerregenden Programm mit Akkordeonseiten für Bach und Tschaikowsky.

Anerkannte Kurse für Akkordeon wurden nicht angeboten, daher studiert er Posaune am Konservatorium in Nizza. Bei der Abschlussprüfung 1970 erhält er den ersten Preis. Im selben Jahr geht er nach Paris als "Aushängeschild" der Marke Cavagnolo und gewinnt Interesse am elektronischen Akkordeon.

1973 erhält er von Joss Boselli, einem hochkarätigen Akkordeonisten, der keine geringeren Künstler begleitet als Serge Reggiani oder Mireille Mathieu, den Vorschlag, sich mit ihm auf den Tourneen abzuwechseln; Ein Jahr später trifft er den Liedermacher Claude Nougaro, der dem Geist des Jazz sehr nahe steht. Als in der Gruppe, die Nougaro begleitet, der Organist ausfällt, ersetzt Galliano auf angenehme Weise mit seinem elektronischen Akkordeon das Timbre der Orgel und manchmal übertrifft er das akustische Instrument sogar. 1979 verlässt der Arrangeur der Gruppe die Formation. Richard übernimmt dessen Funktion und nimmt auch sieben Jahre lang die Rolle des Bandleaders ein. Nebenbei schreibt er Lieder, auch für Barbara, Georges Moustaki, Juliette Greco und Charles Aznavour und nachfolgend auch für Angelo Branduardi und Claudio Baglioni. Er nimmt die Klassiker (Debussy, Ravel) auf und auch eigene Kompositionen und macht dann und wann Ausflüge in die Welt des Films.

In den Achtziger Jahren kann Galliano sich endlich seiner großen Leidenschaft widmen, die ihn von klein auf beschäftigte, dem Jazz. In das Ambiente führen ihn der Schlagzeuger José Boto sowie der Pianist Rique Pantoja Leite ein. Er beginnt Auftritte in Jazzkonzerten, bringt ein Album mit dem Chet Baker Quintett heraus und gewinnt dank der Einwirkung des Cellisten Jean-Charles Capon wieder Interesse am akustischen Akkordeon.

Die zweite Hälfte der Achtziger Jahre ist geprägt von Begegnungen besonderer Art, die eine bedeutende Rolle spielen für die kreative Entwicklung des Künstlers: zum einen mit Michel Portal und Astor Piazzolla. Der erste nimmt Kontakt mit ihm auf wegen eines Stückes in seinem Album „Turbulence": die Interpretation von Richard bleibt nicht unbeachtet aufmerksamen Jazzfreunden wird sein Name ein Begriff.

Zwei mal trifft er sich mit Piazzolla, von entscheidender Bedeutung ist die zweite Begegnung im Jahre 1986 als ihm der Italo-Argentinier die Rolle des ersten Bandoneons anvertraut, sowohl in der Theaterversion als auch in der Plattenversion der Oper „Songe d'une nuit d'été". 1989 nimmt er mit dem Bandoneon „Famille d'artiste" auf, eine Partitur von Alfredo Arrias, die ihm Piazzolla geschickt hatte. Im selben Jahr komponiert Piazzolla ebenso „Ballet Tango", eine Suite für vier Akkordeon, die er eigens Galliano widmet.

Nach Reisen, die ihn nach Finnland und Italien führen, ist Galliano im Jahre 1992 endgültig etabliert: In Frankreich überreicht ihm die Académie du Jazz den begehrten Prix Django Reinhardt; in Italien wird er als „vielversprechendstes neues Talent des Jahres" im Top Jazz ausgezeichnet (der erste europäische Gewinner und noch dazu ein Akkordeonist).

Die internationale Musikszene reißt sich um ihn, es winkt 1993 ein verlockender Vertrag mit der Plattenfirma Dreyfus, für die er im Juni des selben Jahres ein erstes Album aufnimmt („Viaggio") mit Bireli Lagrene (Gitarre), Pierre Michelot (Kontrabass) und Charles Bellonzi (Schlagzeug). Ebenfalls 1993 verfestigt sich die Beziehung zu Enrico Rava, den er 1991 in Bologna kennen lernte und der Galliano für sich gewinnen kann für das Projekt „L'Opéra va', das beim Festival von Le Mans am 1. Mai Premiere hatte(die Platte wurde zum italienischen Album des Jahres im Top Jazz gewählt).

1994 wird für Galliano ein äußerst erfolgreiches Jahr: Nachdem er den Django d'Or als französischer Jazzmusiker des Jahres entgegengenommen hatte, nimmt er für die Dreyfus seine zweite Platte „Laurita" auf, die ein Bestseller der Jazzmusik in Frankreich wurde (aber auch im Ausland). Auch 1995 bleibt ihm das Glück treu mit einer wertvollen Erfahrung: er wird nach Orvieto zum Umbria Jazz Winter eingeladen als Gast des Syndicate von Joe Zawinul. 1996 nimmt er in New York eine Platte auf und ist wieder Hauptfigur beim Umbria Jazz Winter, wo er zwei Konzerte zu zweit mit Michel Portal gibt, dann wieder in Frankreich, in Italien und in Deutschland. Im Anschluss fünf Platten mit der Dreyfus und viele Konzerte bis hin zu jenem im vergangenen November im Auditorium des Santa Cecilia von Rom mit dem New York Quintet.

Am 14. März 2002 wird Richard Galliano, der Schirmherr 2001 für italienisches Akkordeon in Frankfurt am Main, im Palmengarten ein Konzert geben im Quintett mit Jean Marie Ecay (Gitarre), Remi Vignolo (Bass) und Jean Luc Danna (Schlagzeug). Zu dem Groß-Event lädt „Ancona Promuove - ein Spezialkomitee der Handelskammer Ancona - sowie Castelfidardo, die Heimat des italienischen Akkordeons, alle Frankfurter und alle Messebesucher herzlich ein.

In Interviews erklärte Richard Galliano, seine größte Freude wäre gewesen „als es mir gelang, das Publikum für das Akkordeon zu begeistern". Als ich begann, war das Akkordeon für mich ein Handicap, heute ist es ein Vorteil", behauptet er lächelnd.


Mit der Bitte um Verteilung
Presseamt und Informationen für Ancona Promuove
Studio Bignami: Tel. +39 071 2073000
 

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